Frauen NRW-Liga 08.02.2014/11.00h
Soester EG "Die Bördeindianerinnen" - Cologne Brownies 1b 1:4(0:2,0:1,1:1)
Damen der SEG beim 1:4 gegen Köln erneut mit engagiertem Aufritt - 6 Ausfälle
Team kämpferisch auf Augenhöhe mit Zweitliga-Reserve - Sarah Kleins 1. Pflichtspieltor
Am 9. Spieltag der laufenden Saison in der Frauen NRW-Liga konnte sich das Damenteam der Soester EG mit einer guten Gesamtleistung leider nicht mit weiteren Punkten belohnen. Die erneuten - diesmal insgesamt 6(Kröger, Schlüter, Langenhorst, Guntermann, Utsumi, Reetz) - personellen Ausfälle waren einfach zu viel für die noch jungen Bördeindianerinnen. Vor allem das Fehlen von Leistungsträgerinnen wie Inka Schlüter und Steffi Kröger macht sich bemerkbar und schränkt die Möglichkeiten ein. Insgesamt aber überzeugte das Team die heimischen Zuschauer dank des engagierten Auftritts auch in diesem Spiel wieder und war selbst gegen die hoch favorisierten Kölnerinnen nicht chancenlos.
Zum Spiel: aufgrund des zuvor absehbaren Chancenübergewichtes der mit 5 Zweitligaspielerinnen(eingeplant waren sogar derer 7) angetretenen Gäste, hatte man sich für das 1. Drittel vorgenommen, taktisch defensiv ausgerichtet zu agieren und den einen oder anderen eigenen Konter zu setzen. Im Großen und Ganzen setzte die junge Truppe von Coach Oliver Kapitza diese Vorhaben auch prima um, war allerdings gleich zu Beginn einmal unaufmerksam. Als die Scheibe nach einem zunächst von der erneut gut aufgelegten Torhüterin Phyllis Weiß abgewehrten Schuss in unübersichtlicher Position im Torraum lag, reagierte die Kölner Stürmerin Carmen Illenseer gedankenschnell als Erste und schob den Puck zur 1:0-Gästeführung über die Torlinie. Auch in der 7. Spielminute vernachlässigte man einmal kurz die Zuordnung in der Slot-Zone und Julia Ohligschläger bedankte sich nach feinem Zuspiel von der stark aufspielenden Celine Belo für diesen Freiraum mit dem 0:2. Bis zum ersten Pausentee dann hielt man die Verteidigung geschlossen und konnte vereinzelt eigene Angriffe vortragen, mit denen man die Zweitligatorfrau Vanessa Decker aber nicht überwinden konnte.
Im Mittelabschnitt kamen die Bördeindianerinnen nach einer ruhigen analytischen Kabinenansprache des Trainers wieder höchst motiviert und konzentriert aufs Eis zurück. Man kam nun wie vor Spielbeginn angedacht jetzt auch den Vorgaben gründlicher nach. Das Chancenübergewicht aber blieb erwartungsgemäß bei den spielerisch in der Offensive überlegenen Domstädterinnen. Zwar hatte man nun auch selbst vermehrt eigene Chancen den Anschlusstreffer zu erzielen, brachte aber insgesamt noch immer zu wenig Scheiben auf des Gegners Tor. So bestrafte Finja-Laureen Kollorz mit dem 0:3(30.) eine weitere kleine Unachtsamkeit. Absprachegemäß wechselte nun die anschließend ebenfalls stark agierende Laura Brucki ins SEG-Gehäuse. Danach hatten Kapitänin Julia Geschwind, Verteidigerin Tanja Müller, Stürmerin Lea Schymkowitz und Youngster Charlotte Schwarz weitere Einschussmöglichkeiten, konnten diese leider aber nicht im Gästetor unterbringen und es blieb so beim 3-Tore-Rückstand als zum zweiten Mal die Seiten gewechselt wurden.
Also hieß die Devise für das Schlussdrittel noch einmal konzentrierte Deckungsarbeit, aber auch mehr Risiko in Sachen Offensive in Richtung Kölner Tor. Nun wurde druckvoller agiert und vermehrt Schüsse auf die mittlerweile eingewechselte Sabrina Modrak abgegeben. Köln antwortete immer wieder mit gefährlichen Angriffen, als sogar ein paar Mal Stürmerinnen alleine vor SEG-Keeperin Laura Brucki auftauchten. Hinten hielt nun aber die Abwehr dicht, und vorne bemühte man sich weiter um den Anschluss. Endlich und leider viel zu spät im Spielverlauf verwertete dann die diesmal als Stürmerin eingesetzte Sarah Klein eine gute Vorlage von Tanja Müller und belohnte sich und ihr Team für einen couragierten Auftritt mit ihrem ersten Pflichtspieltor und dem verdienten Anschlusstreffer zum 1:3(58.).
Alles auf eine Karte setzend hoffte man nun den Kölnerinnen in den letzten beiden Spielminuten noch weitere Tore einschenken zu können, allerdings lief man nur 38 Sekunden nach dem eigenen Erfolg unglücklich in einen Konter den erneut Julia Ohligschläger mit der endgültigen Entscheidung zum 1:4-Endstand besiegelte.
Fazit: die noch immer recht unerfahrene junge Mannschaft hat nach den Unkonzentriertheiten in den Anfangsminuten die Partie über die restliche Spielzeit recht ausgeglichen gestaltet. "Wir können den Mädels von da an eigentliche keine Vorwürfe machen, dass sie nicht alles versucht hätten. Aber die manchmal unkonzentrierte Vorstellung der ersten Minuten hat sie in diese Lage gebracht, einem Rückstand hinterher zu laufen. Auch nach dem späten 1:3 hätten wir noch Möglichkeiten gehabt, z.B. mit der Herausnahme der Torhüterin, aber der Konter zum 1:4 machte uns dann einen Strich durch die Rechnung" so Trainer Oliver Kapitza nach Spielende. Mannschaftsführer Stephan Breiding meinte zum Spiel: "Heute hat unser phasenweise schlechtes 1. Drittel vorzeitig den Spielausgang zu Gunsten der Gäste entschieden. Von der läuferischen Vorstellung und dem kämpferischen Einsatzwille her waren wir sicher auf Augenhöhe mit den favorisierten Gästen. Glückwunsch zum Sieg, Köln hat insgesamt sehr routiniert gespielt. Persönlich freue ich mich sehr für unser Soester Eigengewächs Sarah Klein, die eine sehr positive Entwicklung in den vergangenen Jahren genommen hat und sich nun mit ihrem 1. Pflichtspieltor für ihren Trainingsfleiß und ihren sportlichen Ehrgeiz belohnt hat". Das nächste Spiel tragen die SEG-Damen nun am Samstag, den 22.01.2014 dann vormittags um 10.10 Uhr in der altehrwürdigen Rheinlandhalle beim DSC Krefeld 1997 aus.
Soester EG "Die Bördeindianerinnen" - Cologne Brownies 1b 1:4(0:2,0:1,1:1)
Strafminuten: SEG: 4 - CB 1b: 2 / SR: Svenja Strohmenger, Simon Feske/ Zuschauer: 25
Tore: 0:1(2.) Carmen Illenseer(Julia Ohligschläger, Fenja-Laureen Kollorz), 0:2(7.) Julia Ohligschläger(Celina Belo), 0:3(30.) Finja-Laureen Kollorz(Lea Elena Stuhlmann, 1:3(58.) Sarah Klein(Tanja Müller), 1:4(59.) Julia Ohligschläger(Carmen Illenseer, Lea Elena Stuhlmann)
SEG:
Tor: Phyllis Weiß(1.-30.), Laura Brucki(31.-60.),
Verteidigung: Tanja Müller(0/1), Janina Meurer, Anita Wache, Kathi Duda
Sturm: Christin Conrad, Kyra Danne, Charlotte Schwarz, Julia Geschwind, Sarah Klein(1/0), Lea Schymkowitz, Jannis Müller, Virginia Weiß