Der heute erschienene Artikel im Soester Anzeiger gibt Anlass für eine Klarstellung, da insbesondere im Zusammenhang mit einer möglichen Genossenschaft ein Eindruck entstanden ist, den wir so nicht stehen lassen möchten.
Im Rahmen unserer gestrigen Jahreshauptversammlung wurde die Zukunft des Eissportzentrums in einer offenen und sachlichen Diskussion erörtert. Dabei wurden von Mitgliedern verschiedene Gedanken, Ideen und mögliche Szenarien angesprochen – unter anderem auch das in Hamm bestehende Genossenschaftsmodell.
Diese Wortmeldungen waren ausdrücklich Teil einer offenen Diskussion und stellen weder einen Beschluss noch eine konkrete Initiative der Soester EG dar. Insbesondere ist es nicht unser Ziel, die Eishalle zu übernehmen oder künftig selbst als Betreiber aufzutreten. Eine solche Lösung war zu keinem Zeitpunkt unser „Plan A“.
Unser Wunsch und unser klares Ziel ist vielmehr, dass Politik, Kreis, Kommunen, DSBG und die nutzenden Vereine gemeinsam eine tragfähige Lösung für den langfristigen Erhalt des Eissportzentrums finden. Dazu gehört aus unserer Sicht insbesondere, zunächst gemeinsam zu prüfen, unter welchen Bedingungen der bestehende Vertrag mit der DSBG über den 31. Juli 2027 hinaus verlängert werden kann.
Auch die aktuell diskutierte Erhöhung der Eispreise durch die DSBG möchten wir differenziert betrachten. Natürlich stellt eine deutliche Preiserhöhung insbesondere für unseren Nachwuchs eine erhebliche Belastung dar. Gleichzeitig muss man berücksichtigen, dass der DSBG nach derzeitigem Stand nur noch eine Verlängerung um ein Jahr zur Verfügung steht und auch ein Betreiber wirtschaftlich planen und einen vernünftigen Abschluss der kommenden Saison erreichen muss.
Wir möchten an dieser Stelle deshalb auch ausdrücklich daran erinnern, dass die DSBG uns und insbesondere unseren Nachwuchs in den vergangenen Jahren durch den Förderbeitrag ermöglicht hat, Eiszeiten zu vergleichsweise günstigen Konditionen anzubieten. Davon haben unsere Kinder und Jugendlichen und damit der gesamte Nachwuchssport in unserer Region erheblich profitiert.
Wir sehen daher keinen Sinn darin, einzelne Beteiligte gegeneinander auszuspielen. Wir brauchen jetzt vielmehr einen gemeinsamen Dialog und eine gemeinsame Lösung.
Die Bördeindianer stehen für den Erhalt des Eissports in unserer Region, für unsere Nachwuchsarbeit und für den langfristigen Erhalt der Eishalle in Echtrop. Dafür wollen wir gemeinsam mit allen Beteiligten nach einer realistischen und tragfähigen Lösung suchen.
Die gestrige Jahreshauptversammlung war genau das: eine offene Diskussion über die schwierige Situation – und ausdrücklich keine Entscheidung für eine Übernahme der Halle.
Wir hoffen deshalb sehr, dass Politik und Vereine gemeinsam mit der DSBG die notwendigen Gespräche führen und eine Möglichkeit finden, den Betrieb des Eissportzentrums auch über 2027 hinaus sicherzustellen.
